Die Angst vor Jenseitskontakten

Ich durfte schon einige Jenseitskontakte geben. Sei es für Tiere, aber auch als Experiment für Menschen. Es kommt auch vor dass sich in einem "normalen" Tiergespräch erst ein verstorbenes Tier zeigt.

Manchmal höre ich, dass mein Gegenüber Angst davor hat, aus welchen Gründen auch immer. 

 

Bei den Gesprächen kommen oft sehr berührende Momente zustande. Sei es, dass noch irgendwelch, vielleicht auch quälende Fragen geklärt werden können, sei es einfach noch mal mitzuteilen, dass man den Vorausgegangenen lieb hat, ihn vermisst oder was auch immer. Es ist jeweils schön zu spüren, wie die Vorausgegangenen auf liebe Worte reagieren. Ich fühle die Reaktion der Seele oft in meinem Körper. 

 

Die Vorausgegangenen zeigten mir auch schon Schabernack, den sie treiben. Ich glaube es war ein Hund, der gelegentlich Kerzen ausbläst, ein Tier, das noch immer da ist, auch um die Beine streicht, jetzt einfach ohne Stolpergefahr. 

 

Einmal, das war noch während der Ausbildung wurde ich gebeten, einen Jenseitskontakt für einen verschwundenen Kater zu geben. Auch damit die betagte Halterin besser loslassen und damit abschliessen kann. Ich hatte ihn als nicht mehr lebend wahrgenommen. Was nichts heissen muss, in dem Fall irre ich mich noch so gerne.

Ich hatte ein wenig Bedenken, was wäre wenn der Kater mir ganz schlimme Bilder von seinem Tod übermitteln würde. Sollte ich zensieren, wen ja, wie. Ich wurde von Sabrina Wunderli beruhigt, dass die geistige Welt nur Dinge übermittelt, die der Klient verkraften kann. Da war ich beruhigt. Der Jenseitskontakt fand nicht statt, die betagte Dame machte einen Rückzieher, sie hatte Angst davor, was ich gut verstehe. 

 

Unterdessen habe ich keine Hemmungen mehr welche zu geben. Ich durfte erfahren, dass auf der anderen Seite eine wunderbare Energie ist, da schau ich gerne rein. Schön finde ich auch, dass wir dabei manchmal herzlich lachen können, wegen einem Spass oder Spruch vom Vorausgegangenen. Ich freue mich, wenn ein wenig Freude oder Leichtigkeit zur Trauer kommen darf. 

 

Vor ein paar Tagen musste ich über mich selber lachen. Ich lag schon im Bett. Die Hunde waren alle bei mir. Da hörte ich in der oberen Etage so etwas wie Schritte. Mir wurde es unheimlich, ich dachte:" Scheibe da spukt es." Da niemand im Haus hätte sein können, die Hunde hätten reagiert. Dann fiel mir auf, wie absurd das Ganze gerade war. Ich gebe mit einer Selbstverständlichkeit Jenseitskontakte, das fühlt sich gut, leicht und schön an. Und dann habe ich Angst, wegen ein paar vermeintlicher Schritte, die nicht von einem inkarnierten Wesen kommen können. Lachen vertreibt bekanntlich Angst. Ich habe danach wunderbar geschlafen. 

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